Advanced Task- und StartUp-Manager – Workshop

Der bessere Task-Manager für Windows

Der Taskmanager zeigt, was unter der Windows-Motorhaube los ist. (Bild: Softwareload) Der Taskmanager zeigt, was unter der Windows-Motorhaube los ist. (Bild: Softwareload)

Alles, wirklich alles, was unter der Motorhaube von Windows passiert, zeigt der kostenlose Advanced Task- und StartUp-Manager. Zu jedem laufenden Programm gibt es jede Menge Informationen. Speicherverbrauch, Systembelastung, geöffnete Dateien, laufende Dienste, SuperFetch-Dateien, Autostart-Programme – jedes Detail wird beleuchtet. Dagegen sieht der Task-Manager von Windows richtig altbacken aus.

Foto-Show Advanced Task-Manager einrichten

  • Leider gibt es beim Advanced Task- und StartUp-Manager kein Installationsprogramm. Die Installation ist trotzdem schnell erledigt: Legen Sie zuerst im Ordner C:\Programme einen Ordner namens Advanced Task- und Startupmanager an.

  • Anschließend kopieren Sie die Dateien aus der heruntergeladenen ZIP-Datei in den Programmordner Advanced Task- und Startupmanager.

  • Jetzt müssen Sie nur noch eine Programmverknüpfung im Startmenü erstellen. Hierzu ziehen Sie die Datei SMGRpro.exe mit gedrückter Maustaste ins Startmenü. Jetzt können Sie den Advanced Task- und StartUp-Manager auch über das Startmenü aktivieren.

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Besser als das Original
Daher unser Tipp: Wer schon immer mal wissen wollte, was den Rechner bremst und wie es im Inneren von Windows aussieht, sollte den Advanced Task- und StartUp-Manager installieren. Den alten, angestaubten Standard-Task-Manager können Sie getrost in die Ecke stellen. In der Foto-Show und auf den folgenden Seiten erfahren Sie ausführlich, wie Sie den alternativen Task-Manager richtig einrichten und ihm danach die Geheimnisse des Rechners entlocken.

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Laufende Prozesse im Griff
Wenn der Rechner mal wieder hängt oder mit angezogener Handbremse läuft, lautet die wichtigste Frage: Wer bremst hier eigentlich? Antwort gibt der Advanced Task- & StartUp-Manager im Register TaskManager. Hier finden Sie endlich die Informationen, die im Task-Manager von Windows fehlen. Zu jedem laufenden Prozess erhalten Sie Dutzende Detailinformationen. Die sind nicht nur für Profis interessant.

Foto-Show Programme, Dienste und Prozesse überwachen und steuern

  • Beim ersten Start können Sie die Freeware registrieren, indem Sie Ihre E-Mail-Adresse eintragen. Das müssen Sie aber nicht. Mit der Option Software NICHT aktivieren überspringen Sie die Aktivierung.

  • Im ersten Register TaskManager sind alle laufenden Tasks (Programme und Dienste) aufgeführt. Ein Klick blendet in der rechten Fensterhälfte Details zum jeweiligen Task ein.

  • Im Detailfenster erfahren Sie sogar, wann das Programm gestartet wurde und wie viel Prozessorzeit es bislang beansprucht hat.

  • Sehr praktisch: Im Feld PriorityClass können Sie den Task gezielt schneller (AboveNormal) oder langsamer (BelowNormal) laufen lassen.

  • Im Register rechts neben TaskManager erfahren Sie, welche Prozesse und Programme ein Task zusätzlich mitbenutzt.

  • Wie ausgelastet der Rechner zurzeit ist, zeigt das Register Utilization. Hier gibt es für jeden Prozessor und den gesamten Rechner ein Balkendiagramm, das die momentane Auslastung zeigt. Im oberen Bereich stehen die aktuellen Werte zur Auslastung im physikalischen und im virtuellen Speicher.

  • Alle, wirklich alle Leistungsdaten finden Sie im Register Performance. Hier wählen Sie zunächst die Leistungskategorie aus, zum Beispiel Netzwerkschnittstelle.

  • Danach wählen Sie in der rechten Liste den zu überwachenden Wert, etwa Gesamtzahl Bytes/s.

  • Der aktuelle Messwert steht im Feld Counter value. Zum Aktualisieren genügt ein Klick auf Refresh Categories.

  • Ebenfalls interessant: In der Statuszeile seht sekundengenau, wann der Rechner gestartet wurde und wie lange er bereits läuft.


Prozesse gezielt beschleunigen oder verlangsamen
Nach einem Klick auf einen laufenden Prozess erscheinen in der rechten Spalte Infos über den Speicherverbrauch, die Prozessorauslastung, die Priorität und vieles mehr. Alle schwarz formatierten Werte können Sie ändern. Interessant sind die Einstellungen zur Priorität, mit der Sie Prozesse gezielt beschleunigen oder verlangsamen können. Und wer schon immer mal wissen wollte, welche Dateien die Programme noch so in den Speicher laden, erhält auf Knopfdruck eine Liste aller Prozesse im Schlepptau des Hauptprogramms.

Wie geht's der Festplatte?
Nur wenn die Festplatte gesund ist, kann sie im Höchsttempo Daten lesen und schreiben. Wie es um die Platte steht, erfahren Sie im Register S.M.A.R.T. Auf der digitalen Krankenkarte wird der Gesundheitszustand der Festplatte festgehalten – und zwar rund um die Uhr. Die Liste der Zustandsdaten zeigt alle aktuellen Werte sowie die bisher erreichten Maximalwerte.

Foto-Show Den Gesundheitszustand der Festplatte prüfen

  • Zur digitalen Gesundheitskarte der Festplatte geht's per Klick auf die Registerkarte S.M.A.R.T.

  • Rot markierte Werte deuten darauf, dass mit der Festplatte etwas nicht stimmt. Meist handelt es sich um eine auffällige Häufung von Fehlern, die über kurz oder lang zum Festplattenausfall führen können.

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Roter Eintrag = drohender Ausfall
In der Zeile Number of errors while writing to disk sind beispielsweise alle Fehler während des Schreibvorgangs aufgeführt. Bei schwarzen und blauen Werten ist alles im grünen Bereich. Bedenklich wird es bei rot markierten Einträgen, die auf einen drohenden Festplattendefekt hindeuten. Das muss nicht zwangsläufig zu einem Totalausfall führen, ist aber schon eine deutliche Warnung. Sie sollten die Festplatte im Auge behalten, Ihre Daten sichern und im Zweifelsfall die Platte bald gegen ein neues Modell austauschen.

Autostart-Programme enttarnen
Nichts ist lästiger als ein lahmer Rechnerstart. Wenn Windows mehrere Minuten braucht, um endlich aus den Startlöchern zu kommen, sind oft Autostartprogramme daran schuld. Sie werden bei jedem Windows-Start mitgeladen, die meisten davon sind jedoch überflüssig und ziehen den Start nur unnötig in die Länge. Da bleibt nur eines: weg damit.

Foto-Show Autostarter und Dienste richtig konfigurieren

  • Welche Programme automatisch gestartet werden, steht in den Registern Local Machine und Current User. Während Local Machine alle globalen Autostartprogramme listet, sind unter Current User die Autostarter des aktuell angemeldeten Benutzers zu finden.

  • Generell gilt: Automatisch gestartet werden alle Programme, die mit einem Häkchen versehen sind. Um den Autostart zu verhindern, entfernen Sie die Häkchen in der Spalte Active.

  • So sieht ein aufgeräumter Autostartbereich aus: Gestartet werden nur sicherheitsrelevante Programme wie Firewall, Virenscanner oder Anti-Spyware-Tool.

  • Im Register Service-Manager erhalten Sie eine Übersicht aller Windows-Dienste. Über die Links am unteren Fensterrand können Sie die Dienste gezielt stoppen, pausieren oder neu starten.

  • Viel interessanter ist das Register Service-Properties. Klicken Sie hier auf Get Start-Mode, um die Startmethode der einzelnen Dienste einzublenden. Jetzt erkennen Sie auf einen Blick, welche Dienste automatisch oder manuell gestartet werden oder deaktiviert (Disabled) sind.

  • Über die blauen Links am unteren Fensterrand können Sie die Startmethode ändern und überflüssige Dienste deaktivieren. Markieren Sie zum Beispiel den Fehlerberichterstattungsdienst, und klicken Sie auf Disable Start of Service.


Mitstarten oder nicht?
Ob und welche Programme automatisch mitgeladen werden, erfahren Sie in den Registern Local Machine und Current User. Alle aktiven Autostartprogramme sind in der Spalte Active mit einem Häkchen versehen. Um die Startbremse zu lösen, müssen Sie nur das Kontrollkästchen deaktivieren. Ähnlich funktioniert das Register Service-Manager zum Starten und Stoppen der Windows-Dienste.

Die Prefetch- und Superfetch-Bremse lösen
Mit Prefetch und Superfetch sind in Windows XP und Vista Technologien eingebaut, die den Rechner schneller machen sollen. Häufig genutzte Programme werden dabei vorab in den Arbeitsspeicher geladen. Sobald Word, Outlook und andere Lieblingsprogramme gestartet werden, sind sie praktisch sofort da. Das hört sich in der Theorie praktisch an, in der Praxis entpuppt sich der Schnellstarter aber als Bremse.

Foto-Show Ohne Prefetch und Superfetch schneller starten

  • Im Register Pre-/Super-Fetch erfahren Sie, ob die Schnellstart-Technologie von Windows aktiviert ist und welche Programme und Dateien bereits vorab in den Speicher geladen werden.

  • Mit einem Klick auf Prefetched-Dateien leeren wird das Windows-Gedächtnis geleert. Das sollte etwa einmal im Monat passieren, damit keine alten Programme vorausgeladen werden.

  • Noch besser: Verzichten Sie lieber komplett auf den Zwischenspeicher, indem Sie die Kontrollkästchen Prefetched enabled und Superfetch enabled deaktivieren. Das Ergebnis: Windows startet schneller und endlich ohne minutenlanges Festplattenrattern.

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Wenn die Festplatte nur noch rattert
Besonders bei Windows Vista führt Superfetch dazu, dass die Festplatte nach dem Start unentwegt rattert. Nach dem Start schaufelt die Platte erst einmal alle Lieblingsprogramme in den Superfetch-Speicher. Und das dauert. Da können Sie auch gleich auf den Schnellstartservice verzichten und lieber beim Programmstart einige Sekunden warten. Die Belohnung: Windows startet wesentlich schneller – und die Festplatte gibt endlich Ruhe.

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