Erstellen Sie eigene 3D-Modelle für Google Earth. (Bild: Softwareload)
Ob Berliner Reichstag, der Louvre in Paris oder die Dresdner Frauenkirche – viele Gebäude und sogar komplette Straßenzüge gibt es in Google Earth als plastische 3D-Modelle. Warum nicht auch das eigene Haus? Mit dem kostenlosen Gestaltungsprogramm Google SketchUp werden Sie zum Baumeister und kleben ab sofort eigene Gebäude auf den Google-Earth-Globus.
Foto-Show
Häuserbau in sechs Schritten
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Im ersten Schritt modellieren Sie die erste Etage und setzen das Dach auf. Mit dem Push/Pull-Werkzeug geht's ganz einfach: Die Grundfläche anklicken, nach oben ziehen, fertig sind Dach und Erdgeschoss.
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Auch Säulen sind mit der Push/Pull-Technik schnell erstellt. Sie müssen nur einen Kreis zeichnen und die Kreisfläche nach unten oder oben ziehen.
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Fenster und Türen werden eingebaut, indem Sie die Rahmen zeichnen und die Innenflächen mit dem Push/Pull-Werkzeug eindrücken.
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Mit dem Farbeimer tragen Sie Oberflächenstrukturen wie Mauern oder Dachziegel auf und setzen Glasscheiben in die Fensterflächen ein.
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Im 3D-Warehouse gibt es tausende SketchUp-Objekte wie Autos, Möbel oder Bäume zum Soforteinbau.
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Eines der Highlights von Google SketchUp: Mit wenigen Klicks erscheint das eigene Haus auf dem Google-Earth-Globus.
Gratis-Download Google SketchUp 8.0.3117
Garantiert einfaches Programm
Das Wichtigste vorweg: Google SketchUp ist kein klassisches Architekturprogramm, wie man es sonst kennt. Keine Spur von überfüllten Menüs, dutzenden Werkzeugen oder unübersichtlichen Fenstern. Das Gegenteil ist der Fall. Google SketchUp kommt mit einer Handvoll Tools aus, verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack und arbeitet ausschließlich in der 3D-Ansicht. Bereits nach wenigen Minuten sind die ersten 3D-Modelle fertig. Wie einfach Sie mit Google SketchUp Gebäude und andere 3D-Objekte gestalten und bei Google Earth veröffentlichen, zeigt dieser Workshop.
Grundriss, Wände und Dach gestalten
Bevor es losgeht ein Wort zur Philosophie und den drei wichtigsten Werkzeugen von Google SketchUp. Das Programm arbeitet ausschließlich in der 3D-Ansicht. Das bedeutet in der Praxis: Zum zügigen Arbeiten müssen Sie sich häufig um das Modell bewegen. Am schnellsten geht das, indem Sie die Maus mit gedrückter mittlerer Maustaste bewegen. Wird gleichzeitig die [Shift/Umschalten]-Taste gedrückt, verschieben Sie die Ansicht; mit dem Mausrad wird sie vergrößert oder verkleinert.
Foto-Show
Die erste Etage und das Dach aufbauen
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Im Startassistenten wählen Sie den Eintrag Google Earth Modeling - Meters und klicken auf Start using SketchUp.
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Blenden Sie mit dem Befehl View | Toolbars | Large Toolbars die erweitere Werkzeugleiste ein.
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Zeichnen Sie mit dem Stiftwerkzeug den Grundriss Ihres Hauses. Achten Sie dabei auf die Angaben in der Statusleiste im Feld Length.
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Und jetzt kommt das Beste an Google SketchUp: Wechseln Sie zum Werkzeug Push/Pull (Taste [P]), klicken Sie auf den Grundriss, und ziehen Sie ihn mit gedrückter Maustaste nach oben – fertig ist die erste Etage.
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Für das Dach zeichnen Sie mit dem Stiftwerkzeug an einer Häuserseite den Dachgiebel. Am besten drehen Sie hierzu das Model mit gedrückter mittlerer Maustaste.
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Jetzt ziehen Sie den Giebel mit dem Push/Pull-Werkzeug über die gesamte Hausfläche.
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Damit das Dach an allen Seiten etwas übersteht, können Sie es vergrößern. Hierzu müssen die Dachelemente zuerst gruppiert werden. Halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt, und klicken Sie nacheinander auf die Dachelemente. Falls Sie ein Element nicht sehen, drehen Sie die Ansicht einfach.
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Sind alle Dachelemente markiert (und gepunktet dargestellt), rufen Sie den Befehl Edit | Make Group auf. Um das Dach erscheint ein blauer Kasten.
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Aktivieren Sie das Werkzeug Scale. Es erscheinen grüne Anfasser, mit denen Sie das gruppierte Objekt vergrößern. Ziehen Sie an allen Seiten die mittleren Anfasser mit gedrückter Maustaste nach außen.
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Drücken Sie die [Esc]-Taste, um das Gitter zu entfernen.
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Steht das Dach weit über, darf eine stützende Säule nicht fehlen. Zeichnen Sie mit dem Kreiswerkzeug an der Dachunterseite einen Kreis im gewünschten Durchmesser.
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Mit dem Push/Pull-Werkzeug wird aus dem Kreis anschließend eine schicke Säule.
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Der erste Entwurf des Hauses kann sich sehen lassen.
Zeichnen, Ziehen und Drücken
Das Wichtigste ist geklärt, dann kann es losgehen. Im ersten Schritt zeichnen Sie mit dem Stiftwerkzeug den Grundriss des Hauses. Die Abmessungen finden Sie in der Statusleiste im Feld Length. Und jetzt wird's spannend: Mit dem Push/Pull-Werkzeug ziehen Sie den Grundriss mit gedrückter Maustaste in die Höhe. Fertig ist die erste Etage. Genauso einfach setzen Sie das Dach auf. Wie's genau funktioniert, zeigt die Foto-Show.
Fenster und Türen ausschneiden
Im nächsten Schritt setzen Sie Türen und Fenster ein. Das geht folgendermaßen: Aktivieren Sie das Rechteck-Werkzeug, und zeichnen Sie mit gedrückter Maustaste die Umrisse der Türen und Fenster in die Außenwände. Mit der Offset-Funktion und dem Push/Pull-Werkzeug erhalten Fenster und Türen einen dreidimensionalen Rahmen.
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Fenster und Türen einfach einbauen
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Zuerst zeichnen Sie mit dem Rechteck-Werkzeug den Grundriss eines Fensters.
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Dann aktivieren Sie das Werkzeug Offset und zeichnen mit gedrückter Maustaste den Fensterrahmen.
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Wechseln Sie zum Push/Pull-Werkzeug, und drücken Sie die Fensterfläche nach innen. Damit erhalten Sie einen dreidimensionalen Fensterrahmen plus Fensterbank.
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Um Zeit und Arbeit zu sparen, speichern Sie das Fenster als Komponente. Aktivieren Sie das Pfeilwerkzeug, und ziehen Sie mit gedrückter Maustaste einen Rahmen um das Fenster. Alle Fensterelemente werden blau markiert.
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Rufen Sie den Befehl Edit | Make Component auf, geben Sie einen Namen für die Komponente ein, und klicken Sie auf Create.
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Jetzt können Sie das komplette Fenster kopieren, indem Sie das Move/Copy-Werkzeug aktivieren, aufs Fenster klicken, die [Strg]-Taste gedrückt halten und die Kopie mit der Maus an den neuen Platz schieben.
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Das Schöne an den Komponenten: Wenn Sie ein Fenster ändern, werden die Änderungen automatisch auch an den Kopien durchgeführt. Zum Ändern klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Komponente, und wählen Sie den Befehl Edit Component.
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Alle Änderungen – etwa die Tiefe der Fensterbänke – werden automatisch bei allen Fenstern übernommen.
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Wiederholen Sie die Schritte, um nach und nach alle Fenster und Türen einzusetzen.
Identische Fenster ganz fix erstellen
Um Fenster gleicher Größe zu erhalten, verwenden Sie die Funktion Make Component. Dabei wird das komplette Fenster inklusive Rahmen und Fensterbank als Vorlage gespeichert und lässt sich beliebig oft kopieren. Der Vorteil: Wenn Sie ein Fenster ändern, werden die Änderungen automatisch auf die Fensterkopien übertragen. Das spart Zeit und sorgt für identische Fenster. Die Foto-Show zeigt Schritt für Schritt, wie's funktioniert.
Wände verkleiden, Dach decken, Glas einsetzen
So grau in grau macht das Haus noch keine gute Figur. Erst mit dem Farbeimer kommt Farbe ins Spiel. Alle Oberflächen lassen sich damit in beliebigen Farben und Mustern streichen. Zur Auswahl stehen Oberflächenstrukturen für Steine, Holz, Metall und Pflanzen. Sogar transparente Glasflächen für die Fenster sind mit dabei – wichtig, damit Sie auch ins Innere des Hauses schauen können und das Haus einen plastischen Eindruck erhält.
Foto-Show
Der letzte Feinschliff am Haus
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Um Oberflächen anzustreichen, klicken Sie auf den Farbeimer.
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Glasscheiben setzen Sie die ein, indem Sie den Eintrag Translucent wählen und auf die gewünschte Glasvariante klicken.
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Da die Fenster als Komponente gespeichert sind, klicken Sie zuerst mit der rechten Maustaste auf eines der Fenster und wählen den Befehl Edit Component.
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Klicken Sie dann auf die Glasfläche. Alle Fensterflächen werden durchsichtig.
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Auf die gleiche Weise füllen Sie die anderen grauen Flächen mit passenden Holz- und Steinmustern oder Dachschindeln.
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Sie möchten Haus und Umfeld mit weiteren Gegenständen schmücken? Dann klicken Sie auf die Schaltfläche Get Models.
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Über die Suchfunktion des 3D-Warehouse finden Sie Einrichtungsgegenstände, Tiere, Pflanzen und sogar fertige Gebäude. Unser Tipp: Verwenden Sie zur Suche englische Begriffe, etwa Tree für Bäume.
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Den heruntergeladenen Gegenstand platzieren Sie anschließend mit der Maus in die Zeichnung.
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Auf geht's zur Besichtigungstour. Lassen Sie zuerst mit dem Befehl View | Shadows die Sonne strahlen.
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Platzieren Sie dann mit dem Kamera-Werkzeug die virtuelle Kamera.
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Mit dem Fuß-Werkzeug laufen Sie rund ums oder durchs Haus. Mit gedrückter Maustaste oder über die Cursortasten geht's in alle Richtungen.
Gratis-Objekte im 3D-Warehouse
Wer Haus, Terrasse oder Garten mit weiteren Accessoires schmücken möchte, kann übers Web fertige Gegenstände herunterladen und direkt einsetzen. In Googles 3D Warehouse stehen tausende Objekte kostenlos zur Verfügung. Wie wäre es zum Beispiel mit einem schicken Baum im Garten? Sobald das Haus fertig ist, können Sie eine Tour rund ums oder durchs Haus starten. Und damit es richtig realistisch wird, dürfen natürlich Sonne und Schattenwurf nicht fehlen.
Das fertige Haus bei Google Earth einbauen
Sobald das Haus fertig modelliert ist, fehlt nur noch der letzte Schritt: das Einbinden bei Google Earth. Starten Sie Google Earth und fliegen Ihre Heimatadresse an. Anschließend öffnen Sie in SketchUp eine neue Zeichnung und klicken auf die Schaltfläche Get Current View. Damit wird die aktuelle Google-Earth-Ansicht in SketchUp eingefügt. Über die Importfunktion kommt das eigene Haus auf den Google-Earth-Schnappschuss.
Foto-Show
So kommt das eigene Haus auf den Google-Globus
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Starten Sie Google Earth, und stellen Sie einen möglichst großen Ausschnitt Ihres Hauses dar.
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Legen Sie eine neue Google-SketchUp-Zeichnung an, und klicken Sie auf die Schaltfläche Get Current View. Die aktuelle Google-Earth-Karte wird im SketchUp-Fenster als Grundfläche eingeblendet.
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Über den Befehl File | Import fügen Sie anschließend Ihr eigenes Haus ein.
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Mit den Werkzeugen zum Verschieben, Drehen und Skalieren setzen Sie das Haus millimetergenau an die richtige Position.
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Sobald das Haus am richtigen Platz steht, klicken Sie auf Place Model.
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Das Ergebnis: Ihr Haus erscheint als 3D-Modell auf dem Google-Earth-Globus.
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Wichtig: Das Haus erscheint zunächst nur im Google-Earth-Fenster des eigenen Rechners. Falls Sie möchten, dass auch andere Google-Earth-Nutzer das 3D-Gebäude sehen können, müssen Sie es bei Google einreichen. Hierzu rufen Sie den Befehl File | 3D Warehouse | Share Model auf.
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Anschließend melden Sie sich mit Ihren Google-Konto an, geben eine Beschreibung ein und klicken auf Upload.
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Sie erhalten abschließend die Mitteilung, dass Ihr Modell zunächst geprüft wird. Sind alle Aufnahmekriterien erfüllt (das Modell darf zum Beispiel nicht über dem Boden schweben), ist es für alle Google-Earth-Nutzer sichtbar. Bis es so weit ist, können allerdings einige Tage vergehen.
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Ein wenig drehen und skalieren
Jetzt müssen Sie das Haus nur noch passend auf die eingeblendete Karte setzen. Die Werkzeuge zum Verschieben, Drehen und Skalieren helfen dabei. Achten Sie darauf, dass die Abmessungen des Modells genau mit der Google-Karte übereinstimmen und dass es nicht über der Karte schwebt. Steht das Haus am richtigen Platz, genügt ein Klick auf die Schaltfläche Place Models, und schon ist das eigene Heim auch als 3D-Modell auf dem Google-Earth-Globus zu sehen.
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